Rund 3,7 Millionen Euro hat die Baugenossenschaft Familienheim Karlsruhe eG in den vergangenen Jahren in die energetische Modernisierung ihres Bestandes gesteckt. 625 Wohnungen – das ist rund ein Viertel des Bestandes - sowie die Büros des Firmensitzes werden jetzt durch umweltfreundliche Blockheizkraftwerke (BHKW) versorgt.
Das spart pro Jahr 700.000 Kilogramm CO2 – die Menge, die rund 300 Mittelklasse-PKWs pro Jahr erzeugen. In Kooperation mit den Stadtwerken werden Wohnanlagen in Karlsruhe und Ettlingen über Contracting-Verträge mit moderner, umweltschonender Energie versorgt.

Foto (Ingrid Weigert): Auf Mini-Blockheizkraftwerke als umweltschonende Energieversorgung setzt die Familienheim Karlsruhe - Geschäftsführer Michael Veiga erklärt die Wirkungsweise.
„Über 90 Prozent Wirkungsgrad hat ein BHKW“, so Michael Veiga, geschäftsführender Vorstand der Baugenossenschaft. Diese Energieeinsparung könne für die Mieter über die Reduzierung der ständig steigenden Energiekosten andere Mietkostensteigerungen auffangen. „Wir legen Neubauten von BHKWs so aus, dass auch die Umgebungsbebauung damit geheizt werden kann“, erklärt Michael Veiga. Aktuelles Beispiel ist der Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern in der Oberfeld- und Mörscherstraße in Rheinstetten. Die darin geplanten BHKWs werden auch die umliegenden Anlagen der Familienheim künftig versorgen.
Auch beim Neubau des Pilotprojektes eines Mehrfamilien-Passivhauses in der Josef-Rummel-Straße in Ettlingen geht die Baugenossenschaft neue ökologische Wege. Das Mehrfamilienhaus dort verfügt nur über einen Stromanschluss: Es gibt hier keine Öl- oder Gasversorgung. Modernste Dämmtechnik, die Nutzung von Erdwärme und Energierückgewinnung aus Wärmequellen wie die Bewohner selbst sorgen dafür, dass pro Wohnung voraussichtlich nur noch rund 150 Euro pro Jahr für Energie aufgewendet werden müssen.
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